Wie die Plattform Ihre Daten schützt

Wo Ihre Daten liegen

Alles, was gespeichert wird, liegt auf einem Server in Deutschland. Ein Teil Ihrer Daten erreicht den Server aber gar nicht erst.

Serverstandort

  • Standort: Falkenstein, Deutschland (Hetzner-Rechenzentrum)
  • Geltendes Recht: Alle Daten unterliegen deutschem und europäischem Datenschutzrecht
  • Keine Drittlandübermittlung: Ihre Daten verlassen die EU nicht
  • Rechenzentrum: nach ISO/IEC 27001 zertifiziert

Was den Server gar nicht erst erreicht

Zwei Dinge werden bewusst nirgendwo hochgeladen:

  • Testpersonendaten im lokalen Modus: Name, Geburtsdatum und die übrigen Angaben bleiben verschlüsselt in Ihrem Browser. Der Server kennt eine Testperson nur unter einem anonymen Token.
  • Fotos von Papierbögen: Die Auswertung läuft vollständig auf Ihrem Gerät. Gespeichert wird am Ende nur das Ergebnis, nie ein Bild.

Selbst nachprüfbar: Beide Punkte können Sie ohne technische Vorkenntnisse überprüfen. Wie das geht, steht unter Prüfen Sie es selbst.

Verschlüsselung

Verschlüsselt wird an drei Stellen: auf dem Weg, in der Datenbank und bei Freitextantworten bereits im Browser der Testperson.

Auf dem Weg und in der Datenbank

  • TLS: Jede Verbindung zwischen Browser und Server ist verschlüsselt (Art. 32 DSGVO, Stand der Technik)
  • AES-256: Sensible Daten werden mit dem NIST-standardisierten Verfahren AES-256 verschlüsselt gespeichert (FIPS Publication 197)
  • Ohne Ihr Zutun: Sie müssen nichts einstellen, die Verschlüsselung läuft automatisch

Ende-zu-Ende bei Freitextantworten

Wenn ein Test offene Textfelder enthält und zu einer Testperson im lokalen Modus gehört, wird die Antwort schon im Browser der Testperson verschlüsselt, bevor sie abgeschickt wird.

Dafür gibt es zu Ihrem Konto ein Schlüsselpaar. Der öffentliche Schlüssel liegt auf dem Server und wird beim Öffnen des Tests an die Testperson ausgeliefert, der private Schlüssel liegt ausschließlich in Ihrem Tresor im Browser. Was der Server speichert, ist ein unlesbarer Block; an der Stelle der Antwort steht im Datensatz nur ein Platzhalter. Lesbar wird der Text erst wieder, wenn Sie das Ergebnis öffnen und Ihren Tresor entsperren.

Die Konsequenz: Es gibt keinen Weg, über den wir diese Antworten lesen könnten. Ohne Ihren privaten Schlüssel bleibt der gespeicherte Block eine Zeichenfolge ohne Bedeutung.

Quellen:

Papiertests werden auf Ihrem Gerät ausgewertet

Bei der Auswertung ausgefüllter Antwortbögen bleiben die Fotos dort, wo sie entstanden sind. Sie werden nicht hochgeladen.

Der Ablauf

1
Seite öffnen: Der Browser lädt die leere Testvorlage und die Auswertungsprogramme. Beides enthält keine Antworten und ist für jede Nutzerin dasselbe.

2
Fotos hinzufügen: Sie fotografieren oder wählen die ausgefüllten Bögen aus. Die Bilder bleiben im Arbeitsspeicher der geöffneten Seite.

3
Auswertung: Ihr Browser ordnet jedes Foto der passenden Vorlagenseite zu und liest die Markierungen aus. Die gesamte Rechenarbeit passiert auf Ihrem Gerät.

4
Kontrolle: Sie sehen, was erkannt wurde, und können jede Markierung korrigieren, bevor Sie bestätigen.

5
Speichern: Erst jetzt geht etwas an den Server, und zwar ausschließlich das Ergebnis in strukturierter Form ("Item 1: markiert"). Die Fotos verschwinden mit dem Schließen des Tabs.

Praktischer Nebeneffekt: Weil die Auswertung nicht auf den Server angewiesen ist, funktioniert sie auch dann, wenn die Verbindung während der Arbeit abbricht. Nur das Speichern am Ende braucht wieder Netz.

Was ausgelesen wird

Die Auswertung prüft ausschließlich, ob ein Feld markiert ist oder nicht. Es findet keine Texterkennung und keine Handschriftanalyse statt. Ein handschriftlich eingetragener Name auf dem Bogen wird also nicht gelesen, sondern schlicht ignoriert.

Trotzdem gilt weiterhin der einfachste Schutz: Verwenden Sie auf den Antwortbögen Pseudonyme oder Codes statt echter Namen. Damit ist der Bogen selbst schon geschützt, unabhängig davon, wer ihn später in die Hand bekommt.

Prüfen Sie es selbst

Aussagen über Datenschutz kann jeder aufschreiben. Die drei wichtigsten lassen sich hier in wenigen Minuten selbst überprüfen, ohne technische Vorkenntnisse.

Die Fotos Ihrer Antwortbögen werden nicht hochgeladen

  1. Öffnen Sie die Auswertung eines Papiertests und warten Sie, bis die Seite vollständig geladen ist.
  2. Schalten Sie das Gerät in den Flugmodus oder trennen Sie das WLAN.
  3. Fügen Sie die Fotos hinzu und starten Sie die Auswertung.

Was Sie sehen: Die Auswertung läuft ohne Verbindung komplett durch, bis hin zur Kontrollansicht mit den erkannten Markierungen. Ein Dienst, der die Bilder auf einen Server schickt, könnte das nicht. Erst das Speichern des Ergebnisses am Ende braucht wieder Netz.

Testpersonendaten bleiben im lokalen Modus auf Ihrem Gerät

  1. Öffnen Sie im lokalen Modus die Seite zum Anlegen einer Testperson und entsperren Sie den Tresor.
  2. Trennen Sie die Verbindung.
  3. Tragen Sie Name und Geburtsdatum ein und speichern Sie.

Was Sie sehen: Die Testperson wird gespeichert, obwohl kein Server erreichbar ist. Nur die Übersichtsseite, auf die anschließend weitergeleitet wird, lädt erst wieder mit Verbindung. Danach steht die neue Testperson in der Liste, ohne dass ihre Angaben je den Server erreicht haben.

Freitextantworten erreichen den Server nur verschlüsselt

  1. Erstellen Sie für eine Testperson im lokalen Modus einen Test mit einem offenen Textfeld und öffnen Sie den Testlink.
  2. Öffnen Sie die Entwicklerwerkzeuge des Browsers (Taste F12) und wechseln Sie in den Reiter Netzwerkanalyse.
  3. Füllen Sie den Test aus, senden Sie ihn ab und sehen Sie sich die abgeschickte Anfrage an.

Was Sie sehen: An der Stelle Ihrer Antwort steht im Datensatz nur ein Platzhalter, der Text selbst reist als unlesbarer Block mit. Verschlüsselt wurde er im Browser der Testperson, entschlüsselt wird er erst wieder in Ihrem, sobald Sie den Tresor öffnen.

Die Netzwerkanalyse lohnt sich auch beim ersten Test. Wer sie vor dem Klick auf "Auswerten" öffnet, sieht, dass danach keine einzige neue Anfrage hinzukommt. Welche Anfragen überhaupt vorkommen, steht im Abschnitt Für Datenschutzbeauftragte.

Zugriff und Kontrolle

Wer an die Daten kommt, legen Sie fest.

Wer Zugriff hat

  • Anmeldung: Zugriff besteht nur nach Anmeldung mit Benutzername und Passwort
  • Befugnisse im Team: Sie legen für jedes Mitglied einzeln fest, welche Testpersonen und Tests es sehen und bearbeiten darf
  • Keine Weitergabe: Ihre Daten werden nicht verkauft und nicht zu Werbezwecken genutzt
  • Eigene Auswertung: Die Berechnung der Testergebnisse läuft in unserem eigenen Code auf unseren Servern

Mehr erfahren: Wie Sie Befugnisse setzen, steht im Leitfaden zum Teammanagement. Warum die Beschränkung des Zugriffs auch datenschutzrechtlich zählt, erklärt der Abschnitt Wer im Team welche Daten sieht.

Löschen und Exportieren

Ihre Daten sollen nicht davon abhängen, dass Sie hier bleiben. Deshalb gehen beide Richtungen mit wenigen Klicks: alles mitnehmen und alles entfernen.

Löschen heißt löschen

Wenn Sie eine Testperson oder einen Test löschen, werden die Daten entfernt und nicht nur ausgeblendet. Es bleibt kein für Sie unsichtbarer Datensatz zurück, den wir später noch auslesen könnten.

Vollständige Sicherung mit einem Klick

Über den Gesamtexport in den Kontoeinstellungen laden Sie Ihren gesamten Bestand als ZIP-Datei herunter: alle Testpersonen, alle abgeschlossenen Tests und alle ausgefüllten Vorbereitungsdokumente.

Für die Tests wählen Sie das Format:

  • PDF: die Ergebnisdarstellung, so wie Sie sie auf der Ergebnisseite sehen, inklusive Diagrammen
  • Excel: die Werte in Tabellenform, für die Weiterverarbeitung
  • Beides: je Test beide Dateien im selben Ordner

Die Dateien werden dabei in Ihrem Browser erzeugt. Das ist keine Spielerei, sondern notwendig: Im lokalen Modus stehen die Namen der Testpersonen nur dort, und die Freitextantworten kann ebenfalls nur Ihr Gerät entschlüsseln. Einzelne Tests lassen sich genauso als PDF oder Excel sichern, direkt auf der Ergebnisseite.

Praktisch für Betroffenenanfragen: Verlangt eine Testperson eine Kopie ihrer Daten, können Sie deren Tests einzeln als PDF oder Excel ausgeben und weitergeben.

Für Datenschutzbeauftragte

Die Abschnitte oben sind bewusst knapp gehalten. Wer es genauer braucht, klappt hier die Details auf. Die formalen Angaben zu Verantwortlichkeit, Auftragsverarbeitung und Unterauftragnehmern stehen im AVV und in der Datenschutzerklärung.

  • Welche Daten liegen technisch wo?

    Server-Modus: Testpersonendaten, Testwerte und Freitextantworten liegen AES-256-verschlüsselt in der Datenbank im Rechenzentrum Falkenstein.

    Lokaler Modus: Die Testpersonendaten liegen verschlüsselt in einem Tresor in der IndexedDB des Browsers. Auf dem Server existiert zu einer Testperson nur ein zufälliges Token ohne Personenbezug. Die Testwerte liegen wie im Server-Modus in der Datenbank, sind dort aber keiner Person zuzuordnen. Freitextantworten liegen ausschließlich als Ciphertext vor.

    Papierbögen: Fotos werden nicht gespeichert und nicht übertragen. Sie existieren nur im Arbeitsspeicher der geöffneten Seite und sind mit dem Schließen des Tabs verschwunden.

  • Wie ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aufgebaut?

    Es handelt sich um ein hybrides Verfahren, umgesetzt mit der Web Crypto API des Browsers. Für jede Antwort wird ein zufälliger AES-256-GCM-Schlüssel erzeugt, mit dem der Text verschlüsselt wird. Dieser Schlüssel wird anschließend mit dem öffentlichen RSA-OAEP-Schlüssel des Kontos verschlüsselt und zusammen mit dem Geheimtext gespeichert.

    Der private Schlüssel wird zu keinem Zeitpunkt an den Server übertragen. Er liegt im Tresor des Browsers und ist durch das Tresorpasswort geschützt. Im gespeicherten Antwortdatensatz steht an der Stelle des Textes lediglich ein Platzhalter.

    Wer das prüfen möchte, kann im Quelltext der Testseite den ausgelieferten öffentlichen Schlüssel durch den eines anderen Kontos ersetzen. Die Antwort wird dann weiterhin verschlüsselt gespeichert, lässt sich aber im ursprünglichen Konto nicht mehr entschlüsseln. Genau das ist der Beleg dafür, dass die Entschlüsselung nirgendwo sonst stattfinden kann.

  • Welche Netzwerkanfragen fallen bei der Papierauswertung an?

    Beim Laden der Seite: die Bilder der leeren Testvorlage, die zugehörigen Erkennungsdaten sowie die Programmdateien der Auswertung, ein Worker-Skript und zwei WebAssembly-Module. Alle diese Dateien enthalten keine Antworten und sind für jeden Aufruf identisch.

    Während der Auswertung: keine. Deshalb funktioniert der Durchlauf im Flugmodus.

    Beim Bestätigen: eine Anfrage mit dem strukturierten Ergebnis, also der Zuordnung von Items zu Antwortoptionen. Kein Bild und keine Bildableitung.

    In der Netzwerkanalyse ist das direkt sichtbar: Nach dem Klick auf "Auswerten" kommt keine Zeile hinzu, bis Sie bestätigen.

  • Was passiert, wenn im lokalen Modus das Gerät verloren geht?

    Die Kehrseite der lokalen Speicherung: Was nur auf Ihrem Gerät liegt, können auch wir nicht wiederherstellen. Ohne Sicherung sind die Angaben zu den Testpersonen und die Freitextantworten dann verloren, während die Testwerte auf dem Server erhalten bleiben.

    Dafür gibt es den Export und Import des Tresors sowie die Synchronisierung zwischen mehreren Geräten. Beides ist auf der Seite zum Speichermodus beschrieben. Wer den lokalen Modus einsetzt, sollte eine der beiden Möglichkeiten von Anfang an nutzen.